SINUS

Was ist SINUS?

Das SINUS-Programm startete 1998 an den weiterführenden Schulen und umfasst seit 2004 auch den Grundschulbereich. Rund 300 Grundschulen in Bayern beteiligten sich bis heute aktiv, im vorletzten Schuljahr waren etwa 2.200 bayerische Grundschullehrerinnen und –Lehrer daran beteiligt. Das zentrale Ziel sieht das Vorhaben darin, die Unterrichtsqualität in den Naturwissenschaften und in der Grundschule besonders im Fach Mathematik weiter zu verbessern.

Welche Ziele hat SINUS?

Der Mathematikunterricht an Grundschulen will den Kindern die mathematischen Werkzeuge in die Hand geben, die sie brauchen, um ihren Alltag zu bewältigen. Gleichzeitig sollen aber auch grundlegende Fähigkeiten und Einsichten in die Mathematik gewährt werden, auf denen dann ein höheres Verständnis aufgebaut werden kann. Die Kinder sollen sich mithilfe der Mathematik ihre Welt und schließlich auch die Kultur begreifbar machen können. Allerdings geht es nicht allein um den Erwerb einer „Kulturtechnik“, sondern um den Zugang zur Mathematik als Teil unserer Kultur bzw. einer besonderen Art, Sachverhalte wahrzunehmen, abzubilden, durchzuspielen und zu verstehen (zu „mathematisieren“). Unter dieser Perspektive erscheint die Mathematik auch als eine besondere Sprache, die etwa dazu genutzt wird, ein eigenes Denksystem zu kreieren, in und mit diesem zu arbeiten und es beim Argumentieren zu verwenden. Die Mathematik kann dabei als mächtiges Werkzeug beim Lösen von Problemen genutzt werden und über entsprechende Anwendungen zur Entwicklung breit nutzbarer Denk- und Problemlösestrategien beitragen. Während der vordergründige, alltägliche Nutzen von Mathematik als Kulturtechnik offensichtlich ist, bleiben der Reiz und die Bedeutung von Mathematik als Sprache oder Denksystem häufig verborgen. Deshalb muss der Mathematikunterricht sich offensiv der Herausforderung stellen, Bedeutung, Reiz und Nutzen der Mathematik erfahrbar zu machen. Dies schließt die Erfahrung ein, dass Mathematik verstanden werden kann.

Das logische, problemlösende Denken, das Erschließen von „mathematischen Rätseln“, das Verborgene, das in der Mathematik schlummert – das macht sich SINUS zum Inhalt und Ziel. Kinder sollen erfahren, dass Zahlen nicht nur zum Rechnen da sind – sondern dass in ihnen ein ausgeklügeltes System steckt.

SINUS an unserer Schule.

Unsere Schule nimmt seit drei Jahren am SINUS-Projekt teil.

Mathematische Fähigkeiten wie das Kommunizieren, Argumentieren, Modellieren, Strukturieren und Problemlösen werden in Projekten jahrgangsübergreifend aufgegriffen und systematisch entwickelt.

Der Schwerpunkt in den nächsten zwei Jahren liegt auf dem Erkennen und Fördern von Rechenschwäche. Rechenschwäche ist im Gegensatz zur Legasthenie oder einer Lese-Rechtschreibstörung vom sogenannten Nachteilsausgleich ausgenommen. Deswegen ist es umso wichtiger, dass Lehrinnern und Lehrer Ansätze von Rechenschwäche schon im Anfangsstadium erkennen und intervenieren können.

Neben den regelmäßigen SINUS-Sitzungen bilden wir uns auch in Fortbildungen zu diesem Thema fort.