Die Klasse 4b war im Schullandheim! – Ein Reisebericht

Beitragsbild

Am Montag, dem 30.05. machten sich die Klassen 4a und 4b gemeinsam auf dem Weg in die Jugendherberge Landshut. In der Woche von Montag bis Freitag haben wir viele tolle Sachen erlebt, von denen die Kinder nun erzählen:

Montag
Bild 1Am Montag, den 30.05.2016 fuhren wir um 8.15 Uhr von München nach Landshut ab und kamen um 9.45 Uhr an der Jugendherberge im ehemaligen Balsschlösschen an.

Nach dem Mittagessen hatten wir eine Stadtführung. Helga Nachtmann ging mit uns zur St. Martins-Kirche – die Kirche mit dem höchsten Backsteinturm der Welt (130,1m). In der Martinskirche haben wir uns Bilder angeschaut und die Geschichte dazu errätselt. Helga hat einen Mitschüler dazu aufgefordert, in der Kirche ganz laut „Hallo!“ zu rufen. Das Echo ist erst nach neun Sekunden verstummt! Wir sahen uns auch den kunstvollen Altar aus Sandstein an! Außerdem sah man in der Kirche eine Jesusfigur, die ganz aus Silber war. Helga hat uns seine Geschichte erzählt. Jesus wurde den Landshutern weggenommen aber sie haben ihn für viel Geld zurückkaufen können. Maria konnten sie aber nicht zurückkaufen. Sie wurde aus Holz geschnitzt.Bild 2 Als wir die Kirche verließen, sagte uns Helga, dass in der Kirche eine Kanonenkugel steckt! Und tatsächlich! Wir haben sie gefunden. Beim Bau der Kirche sind zwei Männer vom Gerüst gefallen. An der Stelle, wo die Männer aufgekommen sind, sieht man heute noch zwei Kreuze auf dem Boden eingeritzt.

Auch zur Isarbrücke sind wir gegangen und ein Junge aus unserer Klasse hat ein vierblättriges Kleeblatt gefunden. Helga hat uns erzählt, dass sich am nahen blauen Turm viele Landshuter versammelt hatten, um etwas gegen den Herzog zu unternehmen. Der Herzog hatte aber einen Knappen, der sich unter die Leute gemischt hatte und erfuhr von ihm, dass sich sein Volk gegen ihn stellte. Der Herzog bekam Angst, dass sich das Volk gegen ihn richtet. Darum ließ er die Menschen, die im blauen Turm waren, einfach umbringen!

Danach gingen wir zu dem Haus, in dem angeblich die letzte Hexe Landhuts gelebt hatte. Sie war nur fünfzehn Jahre alt und hatte schon ein Kind! Sie wurde auf einem Scheiterhaufen verbrannt, weil sie rote Haare hatte und mit Kräutern handelte.

 

Bild 3

Im Mittelalter brauchte es keine Beweise, um bestraft zu werden!

Am Ende der Führung zeigte Helga uns das Stadtmodell von Landshut. Sie zeigte uns, wo die Landshuter Hochzeit entlang geht. Dann verabschiedeten wir uns von Helga und gingen zurück in die Jugendherberge. Dort aßen wir zu Abend und gingen ins Bett (Das entspricht nicht ganz der Wahrheit, Anm. des Lehrers :-P)!

Dienstag

Wir haben von Herrn Eichner etwas über mittelalterliches Recht erfahren! Er hat uns gezeigt, was die Aufgaben eines Henkers sind, wie „zänkische Frauen“ in Schandgeigen gesteckt wurden, wieso es so schlimm für die mittelalterlichen Menschen war, am Galgen zu enden und was es mit den Redewendungen „sich gerädert fühlen“ und „einen Kopf kürzer machen“ wirklich auf sich hat! Die Folterinstrumente durften wir auch ausprobieren!

Bild 4

Danach sind wir zum Spielplatz der Burg gegangen und haben uns dort ausgetobt!

Nachdem wir den ganzen Weg von oben nach unten gegangen sind, haben wir uns das Zeughaus der Landshuter Hochzeit angesehen. Dort werden Kostüme, Schuhe, Rüstungen, Waffen, Masken und Kutschen der Landshuter Hochzeit gelagert.

Nach diesem Tag gab es in der Jugendherberge dann noch ein Eis!

 

Bild 5Bild 6

Mittwoch

Bild 7

Zum Frühstück gab es Semmeln oder Müsli. Danach sind wir zur Burg Trausnitz gegangen. Dort zeigte uns Maria den Brunnen (der über hundert Meter tief war), die Folterkammer und das Plumpsklo im Wohnzimmer! Maria zeigte uns eine Ritterrüstung, aber die Kapelle war am schönsten! Mit Herrn Rattinger gingen wir in die Wunderkammer der Burg. Dort gab es wertvolle Schätze, die die Herzoge über Jahrhunderte gesammelt hatten. Sogar ein Krokodil hing da von der Decke!

 

Danach gingen wir auf den Spielplatz im Hofgarten. Als wir zur Jugendherberge zurück kamen, wartete schon Frau Speth auf uns. Wir gestalteten ein Lesezeichen mit einem mittelalterlichen Buchstaben. Die besten Schreiber bekamen ein ganz besonderes Geschenk. Frau Speth malte fünf Kindern einen mittelalterlichen Schriftzug!

Bild 8

Anschließend gingen wir in die Stadt und erfuhren von einer Kunsthistorikerin einige Informationen zum Bau der Martinskirche. Später bauten wir auch einen Spitzbogen mit ihr.

Bild 9

Donnerstag

Bild 10Am Donnerstag gab es kein schönes Wetter! Noch vor dem Mittagessen prägten wir unsere eigene Landshut-Gedenkmünze. Die meisten spielten bei dem Regenwetter Tischtennis (auf der überdachten Terrasse). Später gestalteten wir unsere T-Shirts mit Textilmarkern und bunten Farben und sammelten die Unterschriften unserer Mitschüler. Nach dem Abendessen hatten wir viel Spaß mit dem Hofzauberer Christoph! Er hat uns mit einem magischen Seil, einem unsichtbaren Armbrustpfeil, launischen Würfeln und geheimnisvollen Ringen verzaubert!

 

Bild 11

Freitag

In der Früh wurden wir um 7.00 Uhr geweckt, damit wir noch Zeit hatten zu packen und die Betten abziehen konnten. Dann gingen wir zum Frühstück und stärkten uns für die Rückfahrt. Es hat gut geschmeckt! Nach dem Frühstück hatten wir noch eine kurze Freizeit. Manche mussten noch ihre Koffer fertig packen und andere haben mit Fabienne Uno gespielt.

Um 9.00 Uhr nahmen wir unsere Koffer und mussten nur drei Minuten warten! Während der Busfahrt haben wir gesungen und gespielt! Um kurz vor halb 11 sind wir wieder in München gelandet!

Zuhause angekommen fielen wir unseren Eltern in die Arme – oder andersrum!

  • Die Klasse 4b